About Us

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Über BreadlineWalking


German



1. Einleitung

Obdachlosenhilfe und Charity-Projekte sind in Irland stets präsente Themen und uns persönlich als Sozialarbeiter besonders wichtig. Da wir diesen Weg gänzlich ohne Geld bestreiten, werden wir hautnah erfahren, wie es ist, am Existenzminimum zu leben und auf die Hilfe und Unterstützung Fremder angewiesen zu sein. Dadurch könnten interessante und berührende zwischenmenschliche Kontakte geknüpft werden. Der Reiseverlauf wird ständig ungewiss und mit unvorhersehbaren Herausforderungen verknüpft sein.

Unsere zahlreichen Erfahrungen und Eindrücke, welche wir in diversen sozialen Netzwerken - etwa mittels Videoblog - teilen möchten, sollen nicht nur auf den neuen Weitwanderweg, sondern vor allem auf die für uns bedeutsame Obdachlosenhilfe aufmerksam machen, um letztlich Spendengelder zu lukrieren. Die Caritas ist weltweit tätig und stellt ein verknüpfendes Element zwischen Österreich, Irland und Nordirland von internationaler Reputation dar. Somit ist sie der ideale Partner und Träger unseres Charity-Projekts.

2. The Ireland Way

The Ireland Way ist ein 2017 entstandener ca. 900 km langer Weitwanderweg in Irland und Nordirland. Er ist der erste und einzige Fernwanderweg, der durch ganz Irland und Nordirland - vom südwestlichen Fischerdorf Castletownbere bis zur nordöstlichen Küstenstadt Ballycastle - verläuft. The Ireland Way erstreckt sich in zwanzig Abschnitten über Küsten, Flüsse, Seen, Bergregionen, Wälder, Moorlandschaften, durch eine einzigartige Flora und Fauna, vorbei an Burgen, antiken Stätten, historischen und spirituellen Plätzen inmitten der einzigartigen irischen Kultur.

The Ireland Way verbindet bereits bestehende Trails unterschiedlicher Länge, welche durchaus auch einzeln begangen werden können. Demnach orientieren sich die Kapitel des geplanten Buches an den unterschiedlichen Abschnitten. The Ireland Way verbindet dabei den neu entstandenen Beara-Breifne Way mit dem Ulster Way. Der Beara-Breifne Way ist ein Weitwanderweg von etwa 600 Kilometer Länge, welcher dem 14-tägigen Marsch von O‘Sullivan Beara von 1602 folgt. Der Beara-Breifne Way war bisher der längste Weitwanderweg in Irland und verbindet wiederum diverse bestehende Trails. Der Ulster Way ist ein etwa 1000 Kilometer langer Rundweg in Nordirland. The Ireland Way führt über einem etwa 300 Kilometer langen Teil dieses Loops. Somit können Wanderer, je nach körperlicher und mentaler Fitness, durchaus einzelne Teilabschnitte des The Ireland Way gehen.

Caroline Allen gibt eine moderate Zeitdauer für die Bestreitung des gesamten The Ireland Way von 30 bis 40 Tagen an. The Ireland Way ist somit angesichts Länge und Dauer vergleichbar mit dem klassischen Jakobsweg in Spanien (Camino de Santiago: Camino Francés) und kann daher in der Zukunft als Alternative zum viel begangenen (und mittlerweile regelrecht überlaufenen) Jakobsweg angesehen werden. Ähnlich dem Pilgerweg in Spanien ist hierfür ebenso ein Pilgerpass mit Stempeln der jeweiligen Unterkünfte geplant.

Wir sind die ersten Personen, welche den gesamten The Ireland Way in einem Stück durchwandern. Dabei werden wir dies ohne Geld und für ein Charity-Projekt machen, für welches wir mit dieser Weitwanderung Geld sammeln möchten. Während unserer Reise werden wir die Entwicklerin und Autorin des The Ireland Way immer wieder für Interviews treffen und gleichfalls den Trail mit GPS-Koordinaten vermessen.

3. Charity-Projekt für die Obdachlosenhilfe

„Jeder Mensch braucht Obdach und Versorgung." Dieser einfach klingende Satz ist Inhalt des Artikels 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Wir gehen den The Ireland Way für die Obdachlosenhilfe in Österreich, Irland und Nordirland arbeiten hier mit der Caritas zusammen. Die Caritas ist weltweit tätig und auch in Irland und Nordirland vertreten. Da wir The Ireland Way für die Obdachlosenhilfe gehen, werden wir die Weitwanderung ohne Geld bestreiten. Wir sind dadurch auf die Unterstützung und Hilfe Fremder im Ausland angewiesen. Dadurch sollten für unseren Text-, Video- und Fotoblog, sowie unser geplantes Buch interessante und berührende zwischenmenschliche Kontakte entstehen. Dennoch bleibt der Reiseverlauf durch diesen Bezugspunkt stets unvorhersehbar und mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden. Übernachten werden wir daher fast ausschließlich in unserem Zelt. Wir werden dadurch erleben, wie es ist, am Existenzminimum zu leben und auf Hilfe und Unterstützung Fremder angewiesen zu sein. Dies ist auch Bezugspunkt zu unserem Namen: BreadlineWalking.

Die Obdachlosenhilfe liegt uns persönlich besonders am Herzen. Wir möchten auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen und Spendengelder sammeln.

Obdachlosigkeit definiert einen Zustand, in dem Menschen über keinen festen Wohnsitz verfügen und im öffentlichen Raum, wie im Freien, in Parkanlagen, auf Bänken, unter Brücken, auf Bahnhöfen, etc. nächtigen. Da wir diese Reise ohne Geld bestreiten, werden unsere Schlafplätze ähnlich aussehen, wobei wir als zusätzliche Hilfe ein wasserfestes Zelt mitnehmen werden. Unzureichende Hygiene, mangelnde Waschgelegenheiten, schmutzige Wäsche und Gestank, Exposition gegenüber der Witterung, unzureichende Ernährung, erhöhtes Risiko Opfer gewalttätiger Übergriffe zu werden, etc. sind einige Charakteristika, welche wir - hingegen nur auf einen begrenzten Zeitraum von etwa eineinhalb Monaten - erleben werden. In unserem Videoblog möchten wir auf das Thema aufmerksam machen und Informationen zu Häufigkeit, Ursachen, Folgen, Diskriminierungen, Obdachlosenhilfe, Institutionen, etc. zum Thema liefern. Wohnen ist ein Menschenrecht!

„Das Sozialministerium veröffentlicht regelmäßig von Statistik Austria ermittelte Daten zur registrierten Wohnungslosigkeit. Die letztverfügbaren Daten weisen für das Jahr 2014 rd. 14.600 betroffene Personen in Österreich aus“ (Hundstorfer, 2015, S. 1; Hervorh. i. Orig.). Die Dunkelziffer dürfte jedoch weitaus größer sein. Die deutsche Bundesregierung gibt für Deutschland für das Jahr 2015 eine Zahl von 335.000 Wohnungslosen an, was einem Plus von 35 Prozent zum Vergleichsjahr 2010 entspricht. Darunter befinden sich etwa 29.000 Kinder. Bis 2018 wird ein Zuwachs auf 536.000 wohnungslosen Menschen prognostiziert (vgl. deutschlandfunk.de, 2016), wobei lediglich Schätzungen und keine Statistik möglich ist. Die Obdachlosenhilfe ist in Irland ein stets gegenwärtiges Thema, wie wir durch zahlreiche Urlaube in Irland von den Einheimischen erfahren haben. Das Thema ist viel präsenter in der Gesellschaft als in Österreich oder Deutschland, denn etwa 20 Prozent der Bevölkerung lebt in Armut. Der prozentuelle Anteil der obdachlosen Frauen und Kinder ist in Irland besonders hoch. Die Kinderarmut liegt bei 50 Prozent.

Wir werden für unsere Weitwanderung ein Spendenkonto anlegen und in unseren sozialen Netzwerken ständig dafür werben. Die Spenden kommen dem Eggerheim der Caritas Klagenfurt zugute (https://www.caritas-kaernten.at/hilfe-beratung/soziale-finanzielle-notlagen/wohnungslosenhilfe). Es werden drei unterschiedliche Rucksäcke für Obdachlose geschnürt, wie Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Gegenstände gegen die Kälte, welche je nach Rucksackgröße und Inhalt für EUR 9,-, EUR 18,- und EUR 50,- zu erwerben sein werden. Das gespendete Geld kommt zu 100 Prozent den hilfsbedürftigen Menschen in Kärnten zugute. Als Empfehlung geben wir an uns je gegangenen Kilometer mit 1 Cent zu unterstützen, was auf 900 Kilometer gerechnet einer moderaten Spende in der Höhe von 9 Euro entspricht.


English



1. Introduction

We are two brothers from Austria, walking The Ireland Way without any money, for Homeless People, Capuchin Day Centre, Dublin. We are walking more than 900 kilometer without any money, just with our tent and the helpfulness from the Irish population. And we hope that this helpfulness from the Irish population will also donate for their own population, who need help. Because homelessness can happen to everyone. And than you will need the help from other people, as we do need the help from other people in a foreign country.

We are two brothers. This year, we also walked The Israel National Trail, a long distance trail through Ireland, more than 1.000 Kilometer. Marc is a social worker and teacher. In 2015/2016 he walked the whole Wild Atlantic Way, more than 2.500 Kilometer. Tom is also a social worker and psychologist. For him it is his second long distance trail.

2. The Ireland Way

The Ireland Way is a walking and cycling trail over 900km / 560 miles. It covers 14 counties from Cork to the Giant's Causeway. It takes roughly 40 days to walk. Along the twenty stages you will explore seven mountain ranges, woodland, farmland, bogland, coasts, rivers, lakes, Irish culture and warm Irish hospitality. Trail due to be fully complete summer 2018.

We will be the first doing a real thru-hiking on The Ireland Way.

3. Homelessness and Capuchin Day Centre

Having a home is a human right! In Austria, there are more than 15.000 people without a registered home, in Germany more than 350.000 people. Homelessness in Ireland is an evolving social issue. As of 2016, there are approximately 8.000 homeless people in Ireland, with approximately one-third of these being children. The number of families becoming homeless has increased by over 27% since June 2016. One in three of those in emergency accommodation is now a child. However, this number does not include ‘hidden homelessness’ which refers to people who are living in squats or ‘sofa surfing’ with friends. Furthermore, women and children staying in domestic violence refuges are not included in these homeless emergency accommodation counts. The national figure also does not include people who are sleeping rough.

"Inspired by the spirit of St. Francis of Assisi,We at the Capuchin Day Centre welcome people in need of food aidwho have no home, or are socially excluded, and respecting their dignity provide a caring, pastoral, holistic and non-judgemental service responsive to their needs". (Mission Statement) + The Capuchin Day Centre is run as an apostolate (work) of the Irish Capuchin Franciscan Order and since the late 1960's has operated a food and day care facility for people who are homeless or in need. From humble beginnings of providing soup and sandwiches for about 50 people, we have grown to be the biggest food centre in the city. In keeping with the spirit of St. Francis of Assisi, we make no charge for any of our services. We operate an 'Open Door' policy and ask no questions. Other than for child protection and medical purposes we keep no statistics and endeavour to protect the privacy and anonymity of the people who attend the Centre. The challenge for the Centre is that following the collapse of the Banks in September 2008, our numbers have doubled and we now have about 200 people for breakfast and over 400 people for dinner each day. Apart from the people who eat on the premises, every Wednesday we distribute up to 1,000 food parcels for people on the poverty threshold who find it difficult to manage on social welfare benefits and need a help to feed their families.

Thank you for all the support, and we truly look forward to seeing how much good we can collectively do!