Day 34: Castlerock to Coleraine to Portstewart, 16km

Day 33: Dungiven to Castlerock, 60km
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Day 35: Portstewart to Portrush, 11km
February 9, 2018
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Day 34: Eine weitere unglaubliche Geschichte – Oder: Von der Toilette hochgearbeitet bis zur Doktoranden-WG

Was für ein Tag. Welche netten Bekanntschaften und Menschen wir heute getroffen haben. Was wir hier heute wieder erlebt und vor allem gefühlt haben. Wenn wir so an den Tag zurückblicken, können wir den Wandel des Tages fast gar nicht glauben. Frühstück auf der Toilette. Zweites Frühstück im Büro des Campingplatzes. Leute, die uns als obdachlose Menschen wahrnehmen und fragen, ob wir Hilfe brauchen und ob sie uns was zum Essen kaufen dürfen. Und am Ende landen wir in einer WG von Doktorats-Studenten. Also wo fangen wir am besten an? Wir fangen am besten um etwa sieben Uhr morgens in der Toilette des Campingplatzes in Castlerock an.

07:00 Uhr, Toilette des Campingplatzes in Castlerock: Unser heutiges Frühstück besteht aus Haferflocken mit warmen Wasser. Dazu serviert wird…kaltes Wasser. Eine wahre Delikatesse in einem 1-A-Ambiente, vollfunktional. Man kann gleichzeitig seinen Darm entleeren, dabei essen und am Handtrocknerföhn (wie heißt dieses Ding auf der Toilette, wo man seine Hände trocknet?) die nassen Socken trocknen. Dazu spielt die Toilette automatisch Radio?! Aber um ganz ehrlich zu sein: Wir sind total glücklich über diesen Ort. Gestern sind wir in Castlerock angekommen. Wir haben gedacht, wir müssten irgendwo am Strand wild campen. Und unverhofft durften wir dann unser Zelt am Campingplatz aufschlagen, welcher um diese Jahreszeit bereits geschlossen hat: „Um diese Jahreszeit kommen ja keine verrückten Leute mehr mit dem Zelt“, hat der Sohn des Besitzers zu uns gestern noch gesagt: „Das hier ist der Schlüssel für die Toiletten. Ihr habt Glück. Eigentlich wollten wir gestern das Wasser abdrehen, sind aber noch nicht dazu gekommen. Also habt ihr noch Warmwasser.“ Und hier sitzen wir, auf der Toilette, als einzige Besucher des riesigen Campingplatzes, welcher sozusagen uns alleine gehört. Draußen regnet es ganz leicht. Und hier in der Toilette haben wir einen trockenen Platz, und dazu genügend Raum, um es uns gemütlich zu machen. Wir essen abwechselnd. Als Marc drankommt, sucht Tom das stille Örtchen auf. Mmmhhhhh lecker.

08:00 Uhr, Strand von Castlerock: Heute haben wir Zeit. Unser heutiges Ziel liegt in Portstewart. Es ist lediglich eine Wanderung von vier Stunden dorthin. Eigentlich liegt Portstewart nur etwa einen oder zwei Kilometer Luftlinie von Castlerock entfernt. Dazwischen befindet sich aber ein Fluss und die erste Brücke über diesen liegt zehn Kilometer entfernt in Coleraine. Aber wir müssen heute nur vier Stunden wandern. Und in Coleraine möchte Tom die Universität besuchen: „Auf Universitäten ist der Kaffee immer günstig. Ich kann mir zwar ohne Geld trotzdem keinen leisten, aber für meine Universitäten-Kaffee-Liste möchte ich die Universität zumindest kurz besuchen“, meint Tom morgens noch (Tom ist übrigens der Gründer des ISMKG zu seiner Schulzeit gewesen, der 1. Internationalen-Sankt-Martiner-Klogesellschaft, wie er stolz berichtet). Außerdem sind Universitäten ja öffentlich und beheizt. Ein guter Platz für eine Pause. Denn für Portstewart haben wir bereits eine sichere Unterkunft. Wir können bei Zoe schlafen. Wir wissen zwar nicht, woher wir sie kennen oder wie diese Unterkunftsmöglichkeit zustande gekommen ist, aber Zoe hat uns auf Facebook geschrieben, dass wir natürlich bei ihr schlafen können. Keine Ahnung wer Zoe ist oder wer Zoe gefragt hat, ob wir bei ihr übernachten können. Aber das müssen wir auch gar nicht wissen. Uns genügt das Wissen, dass wir heute einen warmen und trockenen Schlafplatz haben werden. Zoe wird um etwa halbsieben zu Hause sein. Also haben wir heute genügend Zeit und können sogar so etwas wie Sightseeing machen. Und deswegen sind wir gerade am Strand von Castlerock und genießen noch einmal unseren Sieg von gestern. 60 Kilometer sind wir gestern marschiert und haben somit gestern unseren Thru-Hike durch Irland geschafft – von einem Ende der Insel längs zum anderen Ende, von Castletownbere nach Castlerock. Wir stehen hier am Strand bei Castlerock und beobachten die Wellen (und fragen uns warum wir weiter gehen müssen). Es nieselt ganz leicht und wir stehen ruhig und still mit unseren roten Regenponchos bekleidet als einzige Touristen am Strand. Irland hat wunderschöne Strände, die aber dank des Wetters vollkommen sinnlos sind…ganzjährig!!! Aber sie sind trotzdem wunderschön. Der Wind streicht uns durch die ungewaschenen Haare. Die Wellen rauschen und wir genießen, in die Ferne blickend, unseren Triumph. Die letzten 60 Kilometer führen entlang der Küste bis nach Ballycastle. Eine sehr schöne Route, wie wir hoffen. Entlang des Meeres zu wandern ist immer etwas ganz besonderes. Und mit diesem Gedanken gehen wir zurück auf die Toilette des Campingplatzes, wo unsere schweren Rucksäcke auf uns warten und machen uns auf den Weg.

09:00 Uhr, Büro des Campingplatzes: Aber gar soweit sollen wir (noch) nicht kommen. Wir genießen gerade unser zweites Frühstück – eine Aufwertung wie wir meinen. So ungefähr wie ein Wechsel von McDonalds ins Cafe Nero. Statt Haferflocken mit warmen Wasser serviert mit kaltem Wasser gibt es nun einen heißen Kaffee und Waffeln, irisches Brot (Sodabread-würg) und Kekse. Der Besitzer des Campingplatzes und sein Sohn haben uns gerade vorbeigehen gesehen und uns in ihr Büro gewinkt. Dort sitzen wir und genießen unser Frühstück bei wirklich sehr unterhaltsamen und lustigen Gesprächen. Wir erinnern den Besitzer ein wenig an Eddie The Eagle. Eine vollkommen bekloppte Geschichte über einen irischen Skispringer. Eine Zusammenfassung über diese Geschichte, welche 2016 sogar verfilmt wurde, findet ihr am Ende dieses Beitrages. Noch lange nach dem Frühstück überlegen wir uns, wie der Besitzer überhaupt zu diesem Vergleich gekommen ist. Aber vielleicht hat er unsere Story gleich sympathisch idiotisch gefunden wie Eddie The Eagle. Und gar so viele bekannte Leute besitzen die Iren ja nicht. Vielleicht war er Engländer. Zum Abschluss schießen wir noch ein gemeinsames Foto, welches auf der Facebookseite des Campingplatzes verlinkt wird und gehen los.

11:00 Uhr, irgendwo zwischen Castlerock und Coleraine: Der Regen hat aufgehört. Wir befinden uns irgendwo zwischen Castlerock und Coleraine. Ein sehr heller und gut sichtbarer Regenbogen erstreckt sich über den Fluss, welchen wir gerade entlang gehen. Der Regenbogen endet in einem Windrad. Hunderte weiße und schwarze Vögel fliegen und landen im Feld vor dem Regenbogen. Wir stehen hier und beobachten in der Stille einige Minuten lang dieses Schauspiel inmitten der herrlichen irischen Landschaft. Heute haben wir Zeit und können in Ruhe unseren Triumph auskosten. Wir nehmen den Regenbogen als positives Zeichen unserer letzten Kilometer am Ireland Way wahr.

12:00 Uhr, Hauptplatz Coleraine: Wir sitzen auf einer Bank am Hauptplatz von Coleraine. Heute ist es gar nicht besonders kalt. Wir haben von dieser Situation leider kein Foto gemacht. Aber in Irland gibt es nicht besonders viele Bänke. Und zu dieser Jahreszeit sitzt in Irland wahrscheinlich auch niemand auf einer Bank. Aber wir machen es uns hier gemütlich. Unsere schweren Rucksäcke liegen am Boden. Unsere Bärte sind in den letzten Wochen schon um einiges gewachsen. Marc hat seine Kapuze übergezogen, Tom seine Sandler-Mütze, wie sie Marc nennt, aufgesetzt. Hier sitzen wir mitten am Hauptplatz im Winter auf einer Bank. Und wahrscheinlich sehen wir tatsächlich hilfsbedürftig aus. Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Minuten kommt ein Mann zu uns und fragt uns, ob wir o.k. sind und ob er uns helfen kann. Ob er uns etwas zum Essen kaufen kann. Ein sehr merkwürdiges Gefühl macht sich in uns breit. Es ist schwer zu beschreiben. Wir sitzen auf der Bank in der Stadt und die Menschen kommen zu uns und fragen, ob sie uns Essen kaufen können oder ob wir Hilfe brauchen. Nun sind wir tatsächlich zu hundert Prozent angekommen in unserem Projekt. Die Leute nehmen uns ohne jeglichen Zweifel als obdachlos wahr. Und so dürften wir ja tatsächlich aussehen.

Ein Geschäftsmann fragt uns also, ob wir Hilfe brauchen oder ob er uns etwas zum Essen kaufen könnte. Wir lehnen dankend ab, ohne ihm etwas zu erklären. Aber er fragt ein zweites und drittes Mal, ob er uns nicht irgendwie helfen könnte. Ein sehr merkwürdiges Gefühl macht sich in uns breit. Versucht das Experiment doch einfach einmal selbst: Setzt euch in Villach oder Klagenfurt (oder in einer anderen Stadt, wo ihr gerade seid), auf den Boden vor einem Einkaufsgeschäft und bettelt für eine halbe Stunde. Ich glaube, das Gefühl, welches ihr dabei erleben würdet, würde dem unseren in dieser Situation ähneln. Und wenn ihr dieses Gefühl für euch selbst einmal verinnerlicht hättet durch dieses Experiment, dann würdet ihr Menschen, die auf der Straße betteln müssen in einem ganz anderen Licht sehen. Ihr könntet an ihnen schwer vorbeigehen, ohne ihnen zu helfen. Würde jeder ein solches Experiment machen, dann würde niemand mehr solche Menschen, die Hilfe benötigen, als Schmarotzer bezeichnen, als organisierte Mafia oder niemand würde gegen eine Notschlafstelle in Villach stimmen. Macht es doch einfach: Setzt euch einmal eine halbe Stunde auf die Straße und bettelt. Ich glaube kaum, dass es jemanden Spaß macht. Wenn jemand zu euch kommt, dann steht auf und bedankt euch bei der Person und erklärt ihm, was ihr hier eigentlich macht und dass solche Hilfsbereitschaft in unserer Zeit sehr viel wert ist. Ich glaube die andere Person freut sich über euer Kompliment dann auch besonders und alle haben etwas davon: Ihr, da ihr ein neues Bild bekommt und die andere Person, da sie von ihrer Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft etwas zurückbekommt. Wir können unser Gefühl leider nicht in Worte fassen oder beschreiben. Daher können wir nur als Anreiz geben, dass es jeder einmal für sich selbst ausprobiert. Wir wissen nur, dass wir es nicht vergessen wollen und das nächste Mal auch fragen wollen, ob wir irgendwie helfen können. Es war anfangs wirklich beschämend-wir haben studiert, besitzen verschiedene Titel, sind selber Lehrer und Sozialarbeiter, besitzen eine Kreditkarte für Notfälle usw. kann sein, dass ich da ein gewisser Stolz meldet, aber das zweite Mal haben wir uns einfach nur mehr gefreut.

So ungefähr nach dem dritten Mal, als uns der Mann seine Hilfe angeboten hat, erklären wir ihm, dass wir als Charity-Projekt für die Obdachlosenhilfe ohne Geld durch Irland wandern und zeigen ihm unsere Visitenkarte. Der Mann möchte uns weiterhin helfen oder uns etwas zum Essen kaufen. Doch wir lehnen dankend ab. Wir bedanken uns bei dem Mann und teilen ihm mit, dass wir es großartig finden, dass er uns seine Hilfe angeboten hat. Solche Menschen sind in unserer Welt besonders wichtig und machen die Welt zu einem guten Ort. Wenn wir andere Leute um Hilfe bitten und Hilfe bekommen, in Form von Essen oder in Form eines Schlafplatzes, so ist das ein ganz großartiges Gefühl für uns. Doch wenn uns jemand ohne dass wir um Hilfe fragen, seine Hilfe anbietet, dann ist das etwas ganz großartiges und besonderes. Er bietet uns Geld an, was Marc schlagartig dankend ablehnt. Das muss für einen Geschäftsmann unglaublich und unwirklich erscheinen und es bereitet Marc auch sichtlich richtig große Freude Geld abzulehnen. Er verabschiedet sich also von uns. Doch wenige Minuten später kommt er noch einmal. Er fragt uns, ob er uns nicht vielleicht auf einen Kaffee im Kaffee Nero einladen könnte. Dann hätten wir einen warmen Platz zum Warten und müssten nicht, wie sonst, in der kalten Kirche Platz nehmen. Dieses Angebot nehmen wir nun dankend an und bekommen zwei große Cappuccino spendiert. Der Mann schreibt zur Verabschiedung in unser schwarzes Büchlein der Nächstenliebe: „It was a pleasure to buy you a coffee in Coleraine, near the end of your journey! I wish you well for the „short“ walk to Ballycastle. I have huge respect for what you are doing and I wish you well for your future. God Bless. Russel.” Auf alle Fälle war das ein Erlebnis, welches in unseren Erinnerungen für immer bleiben wird. Wir wünschen Russel alles erdenklich Gute auf seinem weiteren Lebensweg und dass sein Mut zur Nächstenliebe immer aufrechterhalten bleibt. Und nun sind wir tatsächlich hier: Im Cafe Nero. Kurz zuvor hat Marc davon geschwärmt, weil er mit seiner Freundin Melanie in Schottland ein Cafe Nero besucht hat und jetzt grinst er wieder wie ein Hutschpferd. Das ist viel besser als Geld. Ständig taucht Indien auf und nun das. Sowas ist unbezahlbar. Lauter gute Zeichen. Ganz verliebt trinkt er seinen Kaffee und er schmeckt endlich einmal gut, fast wie richtiger italienischer Kaffee, weil der Kaffee in Irland schmeckt meistens richtig schlecht, des Gschludrach. Vom kalten Wasser auf der Toilette über einen Kaffee im Büro des Campingplatzes bis hin zu einem großen Cappuccino im Cafe Nero. Hier sitzen wir also, zwei Stunden lang, im Warmen, bis wir uns aufbrechen.

18:30 Uhr, Portstewart: Von Coleraine bis nach Portstewart sind es lediglich sechs Kilometer. Und wir sind über die Universität gegangen. Tom wurde hier enttäuscht: Der Kaffee auf der Universität ist gar nicht günstig, sondern teuer. Tom kann sich hier keinen Kaffee leisten. Er würde sich aber auch auf keiner anderen Universität ohne Geld einen Kaffee leisten können. Aber er hatte bereits seine Kaffee und er wird heute noch einen Kaffee bekommen. Ansonsten ist die Universität jedoch sehr modern und neu und eigentlich so um einiges besser als die Universität in Klagenfurt. Es ist 18:30 Uhr und wir erreichen Portstewart und Zoe, bei welcher wir heute schlafen. Wir wissen nicht wer Zoe ist oder wie wir zu diesem Platz gekommen sind. Aber das werden wir ja bald erfahren.

23:30 Uhr, Portstewart, Doktorandenwohngemeinschaft: Wie können wir den heutigen Tag und den heutigen Abend zusammenfassen? Es war ein wunderbarer Tag voll wundervoller Bekanntschaften. Nun wissen wir auch, wie wir zu Zoe gekommen sind.

Zoe ist Doktorand an der Ulster-Universität in Biologie. In dem Haus wohnen sogar fünf Biologie-Doktoratsstudenten, auch wenn sie nicht gerne als Studenten bezeichnet werden, da sie für ihr Doktorat von der Universität ja bezahlt werden. Sie bezeichnen ihr Doktorat vielmehr als Arbeit. Und um ehrlich zu sein: Das ist es ja auch und das sollte es auch bei uns sein. Ein Doktoratsstudium ist eine wissenschaftliche Arbeit und demnach Arbeit, die zur allgemeinen Wissenserweiterung auch bezahlt werden sollte. Aber wir ersparen euch an dieser Stelle unseren Universitäten-Diskurs. Nur eins: Bildung sollte frei zugänglich und selbstverständlich gratis sein!!!

Zoe ist eine sehr spannende und interessante Person, welche in ihrem Leben auch schon sehr viel gereist ist. Wir verbringen einen sehr unterhaltsamen und lustigen Abend zusammen. Wir dürften hier sogar eine ganze Woche bleiben. Aber wir wollen die Weitwanderung beenden, auch wenn wir liebend gerne hier bleiben würden. Denn hier geht es uns wirklich sehr gut. Und wir würden uns auch wahnsinnig freuen, wenn wir Zoe in Kärnten irgendwann einmal begrüßen dürften. Natürlich würden dann wir kochen^^

Nach dem ersten Achterl Rotwein ist Tom bereits sehr betrunken. Aber heute werden noch zwei Flaschen entleert werden. Und wir werden im Anschluss als die Studenten bereits brav schlafen gegangen sind noch bis spät in die Nacht Fernsehen. Denn morgen können wir zum ersten Mal seit fünf Wochen ausschlafen. Wir werden lediglich elf Kilometer entlang der Küste wandern. In Portrush hat ein Couchsurfer für morgen zugesagt. Das bedeutet, wir befinden uns nun sogar auf „Urlaub“ in Irland. Zwar ohne Geld, aber uns geht es gut. Noch vor kurzem sind wir mehrmalig zu lange Etappen in der Kälte gegangen. Nun aber ist es wieder wärmer geworden und wir bekommen Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft an jeder Ecke. Beschwipst und glücklich, aber viel zu spät, schlafen wir ein.

Ahja, bevor wir von dem ganzen Wein berauscht die Geschichte von Eddie The Eagle vergessen – wir sind betrunken und haben es nicht vergessen, wie könnt ihr das innerhalb weniger Minuten vergessen –, hier kommt die versprochene Zusammenfassung:

Eddie The Eagle:

Eddie hat den Traum zu den olympischen Spielen zu fahren. Seine Mutter belächelt ihn dafür, hält ihn aber nicht davon ab, frühmorgens das Haus zu verlassen, um an der Bushaltestelle auf den Bus zu warten, sondern gibt ihm stattdessen eine leere Keksdose für die Medaillen mit, die er gewinnen will. Dort sammelt ihn sein Vater ein und versucht, ihm sein Vorhaben auszureden. Eddie trägt aus medizinischen Gründen eine Schiene am linken Knie, die ihm sportliche Aktivitäten unmöglich macht. Einige Jahre später ist sein Knie genesen und er ist nicht mehr auf die Gehhilfe angewiesen. Er versucht sich daraufhin in verschiedenen olympischen Disziplinen. Die dafür nötigen Geräte hat er sich selbst provisorisch zusammen gebaut. Unter anderem versucht er, in der Gasse hinter dem Haus mit einer großen Holzlatte Stabhochsprünge zu trainieren, übt das Gewichtheben mit Farbeimern und will eine Karriere als Speerwerfer starten. Bei seinen Versuchen geht ständig die Brille kaputt und er sammelt die Bruchstücke in der Keksdose. Als Eddie mit dem Speer ein Fenster einwirft, neben dem sein Vater steht, wird es diesem zu bunt. Er wäscht seinem Sohn den Kopf und spricht ihm jedes sportliche Talent ab. Der Vater nimmt Eddie mit zu seiner Arbeitsstelle als Verputzer, damit er einen anständigen Beruf erlernt. Neben der Baustelle befindet sich allerdings eine Sommer-Skipiste. Als Eddie diese sieht wird ihm klar: Seine Bestimmung liegt nicht in den Olympischen Sommerspielen. Stattdessen setzt er sich nun in den Kopf, an den Winterspielen teilzunehmen.

Tatsächlich zeigt Eddie beim Skifahren Talent. Er gewinnt einige Nachwuchs-Wettbewerbe und sammelt Pokale. Er schafft es sogar in die Fördergruppe des Britischen Olympischen Auswahlkomitees. Bei der Präsentation der Sportlergruppe vor potenziellen Sponsoren stolpert Eddie und bringt damit die anderen Skifahrer zu Fall. Der Vorsitzende des Komitees, Dustin Target, nimmt ihn anschließend zur Seite und macht ihm klar, dass Eddie niemals für den Kader der Olympischen Winterspiele ausgewählt werden wird. Daraufhin will er die Skier an den Nagel hängen. Als er die Poster der Winterspiele in seinem Zimmer von der Wand reißt, fällt ihm das Bild einer Skisprungschanze ins Auge. Damit ist seine Idee geboren, Skispringer zu werden. Er findet heraus, dass Großbritannien kein Skispringer-Team hat, und sieht dies als seine große Chance an. Trotz der Einwände seiner Eltern reist er nach Garmisch-Partenkirchen, wo sich das Trainingscamp der weltbesten Skispringer befindet. Die Athleten dort nehmen ihn nicht ernst und verlachen ihn. Da er kein Geld für ein Hotelzimmer hat, schläft er in einer Abstellkammer des Cafés im Camp, wo ihn die Wirtin Petra findet. Sie findet den sichtlich nervösen Eddie sofort sympathisch und lässt ihn weiter in der Kammer schlafen, wenn er als Gegenleistung in der Wirtschaft hilft. Edwards unternimmt die ersten Sprungversuche auf der 15-Meter-Übungsschanze. Einige Stürze später lernt er den Pistenpfleger Bronson Peary kennen, der Eddie aber nicht ernst nimmt. Von Petra erfährt Eddie, dass Peary selbst ein talentierter Skispringer war, der auch im amerikanischen Olympiakader stand, letztlich aber an seiner mangelnden Disziplin gescheitert ist und vom Trainer des Olympiateams aus der Mannschaft geworfen wurde. Edwards versucht ihn als Trainer zu gewinnen, Peary lehnt das aber ab. Nach einer kleinen Schlägerei zwischen Peary und dem Trainer der norwegischen Athleten bringt Peary Eddie einige Grundlagen über das Skispringen bei. Voll motiviert schafft Eddie daraufhin seine erste sturzfreie Landung von der Übungsschanze und wagt sich sogleich an die 40-Meter-Schanze. Als er auch dort sauber landet, sucht er Bronson Peary auf und versucht ein weiteres Mal, ihn vom Trainerjob zu überzeugen, da er unbedingt die 70-Meter-Schanze meistern will, da diese der olympischen Norm entspricht. Dort stürzt er allerdings schwer und wacht im Krankenhaus auf. Peary besucht ihn und merkt, dass er ihm sein Vorhaben ohnehin nicht ausreden kann. Er will verhindern, dass Edwards nochmal stürzt und dabei ums Leben kommt, und verspricht, ihm das Landen beizubringen. Tatsächlich schafft Eddie, die Schanze zu meistern und nimmt an einem Seniorenspringen teil, da ein gültiger Versuch von der 70-Meter-Schanze in einem Wettbewerb Zugangsvoraussetzung zur Teilnahme an den Olympischen Spielen ist. Seine Weite von 34 Metern reicht tatsächlich aus.

Dustin Target vom Olympischen Komitee hat jedoch die Qualifikationsnorm auf 61 Meter erhöhen lassen, da er hofft, dass Eddie diese Weite niemals schaffen wird. So will er verhindern, dass dieser an den Olympischen Spielen teilnehmen und den britischen Wintersport lächerlich machen könnte. Um doch noch zu den Olympischen Spielen 1988 in Calgary fahren zu können, nimmt er an einem Springen in Oberstdorf teil. Im Training erreicht er tatsächlich 61 Meter, und obwohl der eigentliche Wertungssprung ungültig ist, reicht es für seine Teilnahme an den Olympischen Spielen. Bronson Peary erkennt, dass Eddie tatsächlich ein talentierter und ehrgeiziger Springer ist und will ihn für die Winterspiele trainieren. Da Edwards aber gar nicht darauf aus ist, tatsächlich um die Medaillenränge kämpfen zu können, zerstreiten die beiden sich, da Peary nicht verstehen will, dass Eddie gar nicht zu den Top-Athleten gehören will.
Die anderen Athleten im Team machen sich über ihn lustig. Nachdem sie ihn unter einem Vorwand dazu gebracht haben, Alkohol zu trinken, verschläft Eddie die Eröffnungsfeier. Trotz der widrigen Umstände lässt er sich nicht klein kriegen und springt von der 70-Meter-Schanze. Er wird abgeschlagen Letzter. Da seine Weite von 60,5 Metern aber immerhin den britischen Olympiarekord bedeutet, freut er sich wahnsinnig über den Sprung. Vor laufenden Kameras wedelt er mit den Armen wie ein Adler. Das Publikum lässt sich von diesem Eifer anstecken und feiert ihn, die Presse verleiht ihm den Spitznamen „Eddie the Eagle“.

Im Team nimmt man ihn auch weiterhin nicht ernst. Dustin Target sorgt dafür, dass Eddie nicht einmal beim Abendessen der britischen Athleten teilnehmen darf. Nachdem er mit Bronson Peary telefoniert hat und von ihm gesagt bekommt, dass man nicht seine Leistungen feiert, sondern nur sein sympathisches Auftreten, entschließt Eddie sich, auch am Wettbewerb von der 90-Meter-Schanze teilzunehmen, die die Königsdisziplin des Skispringens darstellt. Peary sieht ein, dass Eddie tatsächlich den olympischen Gedanken („Dabeisein ist Alles!“) verkörpert und reist nach Calgary, um ihn weiter zu trainieren.

Auf dem Weg zur Schanze erhält Eddie Zuspruch vom Goldmedaillengewinner Matti Nykänen. Nykänen ist zwar der beste Springer der Welt, ist aber unzufrieden mit seiner Leistung. Er belehrt Edwards, dass es nicht darum ginge der Beste zu sein, sondern stets seine beste Leistung zu zeigen. Eddie schafft mit 71,5 Metern eine neue persönliche Bestleistung und erneut den britischen Olympiarekord. Der ehemalige Trainer von Peary, Warren Sharp, besucht Peary und Edwards in der Kabine und söhnt sich mit seinem ehemaligen Toptalent aus.
Bei der Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele wird Eddie frenetisch gefeiert. Bei seiner Ankunft am Flughafen in England erwarten ihn neben einer riesigen Menge Fans auch seine Eltern, und der Vater von Eddie erklärt ihm, wie stolz er auf seinen Sohn sei.

Bis jetzt durchgehalten? Respekt!!!^^

Marc & Tom, alias BreadlineWalking.

There is never a headline, ‘bout a breadline.
Wer noch nicht weiß, was wir hier eigentlich machen – wir sammeln Wärme und Sonnenschein für Obdachlose Menschen in Form von Spenden für das Eggerheim in Klagenfurt.

Die Spenden kommen zu 100 Prozent der Obdachlosenhilfe der Caritas Kärnten, Eggerheim Klagenfurt, zugute. Spenden könnt ihr direkt auf das angeführte Bankkonto oder über die offizielle Website der Caritas unter https://www.caritas-kaernten.at/…/inlandskamp…/weitwandern

Danke!

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